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Medaillenregen bei der Deutschen Meisterschaft für die Sportakrobatinnen

Augsburg 19.-20.05.2012

Dreimal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze – bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobaten-Jugend waren die VfL-Mädchen wieder ganz vorn mit dabei, obwohl das große Starterfeld mit knapp 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz eng beieinander lag.

Michelle, Antonia, GofrahnDer 750 Kilometer lange Anfahrtsweg machte den zehn Sportlerinnen aus dem  Norden aber nichts aus. Im vollbesetzten Bus herrschte auf der zehnstündigen Hinfahrt zwar noch eine respektierliche Stille. Eltern, Betreuer und Sportlerinnen waren gleichermaßen angespannt. Doch auf der Rückfahrt wandelte sich das in ausgelassene Feierlaune. Erst um fünf Uhr am Montagmorgen kam der Bus mit den Siegern der Deutschen Jugendmeisterschaften in Schwerin an der Sport- und Kongresshalle zum Stehen.

In der Friedberger Sporthalle vor Augsburg trumpften besonders die Dreiergruppen auf. Michelle Mausolf
(Kl. 9a), Antonia Riestedt (Kl. 9a) und Gofran  Solh (Kl. 5b) sorgten überzeugend in der Balanceübung für eine sensationelle Tageshöchstwertung mit 27.700 Punkten. Das war nicht mehr zu toppen. Obwohl die Favoriten aus Dresden noch einmal alles gaben, schafften sie es mit einer Wertung von 26.800 nur auf den dritten Platz, denn die zweite Gruppe der Schweriner mit Lisa Rutenkolk (Kl. 9a), Alina Runge
(Kl. 6a) und Anna Düsterhöft (Kl. 9a) rauschten mit 27.300 Punkten an ihnen vorbei auf die Silberplatzierung. Nur ganz knapp verfehlten Fenja Grüschow (Kl. 9a), Shirley Klier
(Kl. 8a) und Hanna Runge die kleine Sensation auf Bronze. Doch für die tolle Darbietung sangen die mitgereisten Schweriner dann zusammen mit  der ganzen Halle ein Geburtstagsständchen für die nun 16-jährige Fenja Grüschow. In der Womans Pair-Disziplin machten zwar die Ebersbacher Hasslinger/Kielkopf erwartungsgemäß für sich mit 27.700 alles klar. Überraschend war dann aber doch die souveräne Leistung der beiden Schülermeister Camille Herrmann (Kl. 7a) und Lilly Kutta (Grundschule „Heinrich Heine“, ab Schuljahr 2012/13 Schülerin des Sportgymnasiums), die sich trotz ihres jungen Alters im Jugendbereich mit 26.850 hinter Mainz-Laubenbach eine Bronzemedaille holten – ganz dicht gefolgt von ihren Vereinskameradinnen Julia Neumann (Kl. 9a) und
Noel E. Bohmann (Friedensschule, ab Schuljahr 2012/13 Schülerin des Sportgymnasiums)(26.750). In der Tempoübung machte das  erfolgreiche Trio der Schweriner dann den doppelten Jubelerfolg perfekt.  Michelle Mausolf, Antonia Riestedt und Gofran Solh holten das zweite Gold in die Landeshauptstadt mit 27.600 Punkten und platzierten damit die starken Dresdner auf Platz zwei sowie ihre Vereinskameradinnen Rutenkolk/Düsterhöft/Runge auf Rang drei. Eigentlich war damit die  Meisterschaft klar, doch nach dem Debakel des FC Bayern München Samstagabend herrschte im bayrischen Augsburg bei den Ausrichtern der Meisterschaft traurige Stimmung. Doch davon ließen sich die VfL-Mädchen nicht beeindrucken. Anders als Robben und Schweinsteiger beim FCB machten sie mit starken Einzelleistungen in den Kombiübungen das Wochenende perfekt. Mit Gold in der Kombi holten Michelle Mausolf, Antonia Riestedt und Gofran Solh den Gesamtdeutschen Meister. Damit wurde der VfL der erfolgreichste Verein unter den weiblichen Teilnehmern bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft. Trainerin Karola Mevius hatte kritisch kaum etwas anzumerken: „Hier liegen die Punktwertungen so dicht beieinander, dass wir auf alle unsere Sportlerinnen und ihre Platzierungen enorm stolz sein können. Die harte Arbeit hat sich wirklich gelohnt. Hier haben die  besten Sportakrobatinnen im Jugendbereich gekämpft. Unsere Mädels gehören zur Spitze dazu.“

Inzwischen werden bundesweit Stimmen laut, ob eine der beiden nächsten Deutschen Meisterschaften in der Sportakrobatik in Schwerin ausgerichtet werden können. Mevius: „Wir sind dazu in  Gesprächen, aber die Abteilung Sportakrobatik allein kann das nicht stemmen. Deshalb sondieren wir derzeit in vielen Gesprächen, ob wir in der Organisation, Durchführung und Sponsoring so ein Projekt auf die Beine stellen können. Sportlich habe ich da keine Bedenken.“
Babette Herrmann   VfL Schwerin