Acrocup in Puurs

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Internationaler Wettkampf für Schweriner Sportakrobaten zwischen Erfolg und Niederlagen

Silbermedaille für Lilly und Camille

SportakrobatikSchwerin/Puurs. Die belgischen Vereine luden vom 11. bis 13. April zum Flanderns International Acrocup in Puurs bei Brüssel ein. Vierzehn Nationen waren am Start und so wurde der Wettkampf zu einer kleinen Weltmeisterschaft.
Aus der Landeshauptstadt reisten sieben hochmotivierte Schwerinerinnen an. Sie wollten sich die Chance, sich mit den besten weltweit zu messen, nicht entgehen lassen. „Für uns ist dieser Wettbewerb wichtig, um zu sehen, wo wir auf internationalem Niveau stehen”, sagte Trainerin Karola Mevius.

Natürlich war die Anspannung groß. Lilly Kutta – Klasse 6b und Camille Herrmann – 9a  hatten nach ihrer EM-Bronzemedaille und ihrer Nominierung zur WM im Juli in Paris einen Ruf zu verteidigen. Genauso gingen sie in die ersten beiden Übungen in der Womans Age Group und überzeugten die Kampfrichter, die mit Höchstwertungen reagierten. In beiden Qualifikationsläufen ließen sie die starken Belgierinnen und Polinnen mit der Erstplatzierung hinter sich. Damit turnten sie sich, wie auch die Dreiergruppe Michelle Mausolf – Klasse 11S, Antonia Ristedt -11S und Gofrahn Solh -7a (6.Platz) und die Junioren-Damengruppe Julia Neumann – Klasse 11S und Noel Bohmann – 6b (4. Platz), ins Finale am Sonntag.

Hier gaben sich Camille Herrmann und Lilly Kutta mit stark auftrumpfenden Belgierinnen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Paare wurden mit 27.650 Punkten gewertet und somit auf Platz eins. Doch im internationalen Regelwerk entscheidet der bessere Technikwert, der zugunsten der flämischen Gastgeber ausfiel. „Natürlich ärgern wir uns, aber wir wissen auch, wo wir besser sein können”, resümierte Camille Herrmann nach der Siegerehrung.

Für die sonst so starke Dreiergruppe aus Schwerin lief das Finale dann aus dem Ruder. Ihre frische und zackige Übung verpatzten sie mit vielen kleinen Fehlern, die sie sonst nicht machen. Ganz offensichtlich lagen hier die Nerven blank und schon in der Sportlerecke begann die Analyse. Gleich darauf gingen Noel Bohmann und Julia Neumann an den Finalstart. Am Anfang der Übung endete der Doppelsalto mit einem Absturz. Doch die beiden Schwerinerinnen machten nach diesem Ausfall richtig Dampf, zeigten Nervenstärke und turnten den Rest der Übung überraschend sicher durch. Für einen Podiumsplatz reichten diese Leistungen der beiden Gruppen nicht mehr. Mit dem 8. Platz für die Dreier und den 6. Platz für Neumann/Bohmann war der Wettkampf für die Schweriner beendet.
Glücklich über Silber, aber auch sauer über den misslungenen internationalen Gesamtauftritt zeigte sich VfL-Trainerin Karola Mevius. „Lilly und Camille sind schon sehr weit für diese Saison. Das hat man gesehen. Wir werden weiter hart trainieren müssen, um unsere Ziele im Sommer zu erreichen. Wettkämpfe dieser Art sind für uns vor der Weltmeisterschaft enorm wichtig.”

Babette Herrmann, VfL Schwerin Turnen / Sportakrobatik