Marc Schröder

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Ein ehrgeiziges Kraftpaket – so präsentiert die „Radsport“ Nr. 39 vom 23.9.2008 Marc Schröder als Nachwuchssportler des Monats

Marc
Gleich dreimal schlug Marc Schröder (v.) bei den Deutschen Bahnmeisterschaften zu. Foto: Preißner

„Dreimal hat Marc Schröder bei den Deutschen Bahnmeisterschaften in Büttgen Gold geholt. Im Sprint, im Keirin und im Zeitfahren über 1000 Meter war der Schweriner bei den Junioren nicht zu schlagen. Diese Dominanz verhalf ihm nun auch zum Nachwuchsradsportler des Monats August. „Das freut mich“, war Schröder ein klein wenig überrascht davon, dass die Wahl auf ihn fiel. Aber mit gleich drei Titeln bei den nationalen Meisterschaften, die eine ohnehin erfolgreiche Saison krönten, kann er sich diesen Titel ohne schlechtes Gewissen ans Revers heften. Zu erwarten war die Überlegenheit in Büttgen nicht unbedingt. Denn erst seit zwei Jahren konzentriert sich der in Bergen auf Rügen geborene Bahnsprinter auf die Kurzdistanzen auf dem Lattenoval. „Und seitdem hat er sich wahnsinnig entwickelt“, so der Trainer des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Erich Eichberg. Begonnen mit dem Radsport hatte Marc Schröder 2002. Als Rolf Erler damals durch die Schulen zog, war Marc Schröder einer derjenigen, die sich für den Radsport entschieden. „Ich habe da einfach mal mitgemacht und es hat gleich Spaß gemacht“, erinnert sich der 17- jährige Schröder, der zunächst auf der Straße seine ersten Erfahrungen und Ergebnisse sammelte. Bald aber kristallisierte sich das Talent für die Bahn heraus. Bei den Landesverbandsmeisterschaften 2005 war bereits die Überlegung da, ganz auf die Bahn zu wechseln. Marc Schröder aber zögerte noch und blieb – vorerst – in Rostock und seinem Verein KJV Rügen Die Nordlichter treu. Im März 2007 aber holte ihn Roland Grimm dann endgültig nach Schwerin und ins dort ansässige Sprintteam. Seitdem liegt der Fokus ganz auf den kurzen Distanzen auf der Bahn. In Schwerin, wo er das Sportgymnasium besucht, findet Marc Schröder optimale Bedingungen vor. Der Tagesablauf des Nachwuchssportlers ist allerdings auch streng geregelt. „Zweimal die Woche habe ich vormittags Zeit zum Trainieren, sonst geht’s nachmittags nochmal auf die Bahn oder Straße“, erzählt Schröder, der als sein größtes Ziel, „einmal bei Olympia starten“, nennt. Aber immer ganz einfach sei es keineswegs, so das Sprinttalent weiter. „Wir haben oft auch lange Schule, da bleibt manchmal auch nicht viel Zeit für andere Dinge.“ Doch davon lässt sich das 1, 75 Meter große und 80 Kilo schwere Kraftpaket nicht abschrecken. Notfalls trainiert er eben auch mal allein, worin sich sein Ehrgeiz widerspiegelt. „Und er ist sehr gewissenhaft“, lobt ihn LV-Trainer Erich Eichberg. „Von dem werden wir sicher noch was hören“, ist sich Eichberg sicher.“

René Penno

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion „Radsport“ Nr. 39/2008

MarcGeburtsdatum: 22.11.1990
Geburtsort: Bergen auf Rügen
Größe: 175 cm
Gewicht: 80 kg
Wohnort: Schwerin
Verein: Schweriner SC
Trainer: Roland Grimm
Aktiv seit: 2002
Schule: Sportgymnasium Schwerin
Hobbys: Sport
Vorbild: Stefan Nimke
Lieblingsessen: Spaghetti Napoli
Lieblingsgetränk:
Cola
Was ich einmal erreichen will: einen guten Beruf, am liebsten bei der Bundespolizei
Größte Erfolge: dreifacher Deutscher Meister 2008 (Sprint, Keirin, 1000 m), 7. Platz WM Sprint, 5. Platz WM Teamsprint