B-Junioren aufgestiegen

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Fußballkrimi auf der Paulshöhe

Zum Rückspiel in der Relegation erwarteten die B-Junioren am 28.6.09 die Gäste aus Cottbus. Vor großer Kulisse sollte der 1:0 Hinspielsieg verteidigt u. der Einzug in die Regionalliga realisiert werden, auch wenn große Personalsorgen negative Vorzeichen auf die Partie warfen. Cottbus war wieder klarer Favorit u. Eintracht musste schon über sich hinauswachsen, um das große Ziel zu erreichen.
Mit Beginn des Matches wurde sogleich mit offenem Visier gekämpft. Cottbus wollte unbedingt die Niederlage vom vergangenen Wochenende wettmachen u. war mit 4 Spielern aus dem Bundesligakader spielbestimmend. So stand Eintrachttorwart Jacob Bannow mehrmals im Mittelpunkt (8. u. 11. Min. Glanzparade) u. hielt die „Null“. In der 13. Minute der erste konstruktive Spielzug der Eintrachtkicker, Toni Busse setzte sich rechts durch u. seine Flanke erwischte Lucas Loof – knapp vorbei. Der Cottbusser Druck wurde größer, in der 20. Minute fiel das 0:1 mit einem 22-Meter-Schuss. Eintracht kam nicht richtig in die Zweikämpfe u. die Ordnung in der Defensive lies zu wünschen übrig. Erst die Umstellung Hannes Köhn auf die „Sechs“ u. Theo Schütze in die Innenverteidigung brachte mehr Stabilität. Jetzt hatte Eintracht mehr Spielanteile u. kurz vor dem Halbzeitpfiff ein „Lebenszeichen“ der Eintracht, Florian Lemke mit Schuss von der Strafraumgrenze.

Für die zweite Hälfte hatte Eintracht sich mehr vorgenommen u. kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Dann die 46. Minute, ein 40-Meter-Freistoss von Florian Lemke, herein geschlagen als Kopfballvorlage, erreichte zwar keinen Kopf, aber den Torwart, der legte sich das „Ei“ dann selbst ins Nest. Dieser Ausgleich brachte wieder mehr Motivation für beide Mannschaften. Cottbus mit wütenden Angriffen, 50. Minute Lattenschuss. Dann 2 Minuten später rettete Jacob Bannow noch mal mit einem guten Reflex. Eintracht bekam keine Ruhe ins Spiel, viel zu schnelle Ballverluste ermöglichte Cottbus, immer wieder Druck in der Offensive zu machen. Dass Eintracht dabei nicht fehlerfrei blieb war klar, so bekamen die Gäste in der 56. Minute einen klaren Elfmeter zugesprochen, der zum 1:2 verwandelt wurde. Nur 4 Minuten später eine hohe Flanke in den Schweriner Strafraum, der Angreifer nutzte seinen Freiraum u. traf ungestört zum 1:3. Dieses Zwischenergebnis bedeutet das „Aus“, gedrückte Stimmung im weiten Rund u. einige Zuschauer gaben wohl keinen Cent mehr auf die Schweriner. Aber einige „Unermüdliche“ peitschten die Mannschaft nach vorn! Die Einwechslung von Tom Hagemann u. Hauke Wahl brachten frischen Wind u. dann wieder so ein Freistoß von Florian Lemke (68.), der machte alles so wie bei „seinem“ ersten Tor u. der Torwart ließ sich nicht lange bitten u. wiederholte sich auch – Tor! Das nicht für möglich gehaltene 2:3 würde Verlängerung bedeuten, aber Eintracht wollte mehr. Der Gegner wirkte unsortiert u. Eintracht gewann an Sicherheit. Eine kurze Ecke mit anschließendem Torschuss von Konstantin Radloff wurde in der 74. Minute geblockt u. sein Nachschuss ging dann vorbei. Noch vor Ende der offiziellen Spielzeit lichteten sich die Reihen, Max Schöwe bekam Gelb-Rot wegen wiederholtem Foulspiel, ein Cottbusser wurde ebenfalls vorzeitig zum Duschen geschickt.
So ging es in die Verlängerung, Eintracht nutzte den Heimvorteil u. drängte auf die Entscheidung, da sich keiner auf das Elfmeterschießen verlassen wollte. In der 85. Minute kam Eintracht über rechts,  nach einem Rückpass verzog Florian Lemke denkbar knapp. In der 2. HZ der Verlängerung zeigten sich die 94er ganz stark, vom Anstoß weg ging es gleich nach vorn, Hauke Wahl wurde rechts frei gespielt, seinen Schuss hielt der Torwart. Eintracht ließ nicht locker, in der 93. Minute brachte Hauke Wahl die Flanke von rechts rein u. Tom Hagemann nutzte seine volle Größe (gefühlte Länge: 1,50 Meter) u. versenkte den Ball per Hechtflugkopfball zum 3:3! Riesenjubel, man hatte richtig Angst um den „Kleinen“ in der Spielertraube!!! Die restlichen Minuten hielt Eintracht den Aufstieg fest, verteidigte das Unentschieden u. schickte letztendlich den großen Favoriten mit leeren Händen nach Hause.
Die Eintrachtkicker haben in den letzten Wochen nochmal die letzten Kräfte nach einer langen Saison mobilisiert. Die Mischung der Jahrgänge 92, 93 u. 94 schaffte mit einer „Energie-Leistung“ den Aufstieg in die Regionalliga. Dazu peitschten die A-Junioren der Jahrgänge 90 und 91, mehrere Herrenspieler,  viele andere Spieler der Jugendmannschaften des FC Eintracht  und natürlich die anwesenden Eltern u. Verwandten das Team im Rückspiel förmlich in die Regionalliga. Zwischenzeitlich wurde die Paulshöhe seit langer Zeit mal wieder zum „Hexenkessel“. Damit hat der Verein endlich wieder eine Nachwuchsmannschaft im überregionalen Spielbetrieb.

Eintracht: Jacob Bannow, Theo Schütze, Bastian Herke (63. Tom Hagemann 1), Toni Busse (70. Hauke Wahl), Konstantin Radloff, Florian Lemke 2, Max Schöwe, Lukas Manski, Kenny Schmahl, Hannes Köhn, Lucas Loof

Für den Aufstieg mitgefightet, aber im Rückspiel nicht zum Einsatz gekommen sind:

Florian Köpke, Mel Grosser, Thies Schwichtenberg, Michael Podlipnik, Henning Leu, Niklas Schröder, Kevin Nolte, Tobias Lederer

Cottbus: M. Karl, Ph. Lochau (95. M. Gemeinhardt), D. Kaiser, T. Koepnik (91. H. Abdallah), F. Schütze, F. Hansdorf, D. Mast 1, K. Stinner 2, C. Fidomski, S. Zimmermann, M. Kaiser

Bastian und Max