Ein Auf und Ab in Berlin

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B-Jugend 2011Am Wochenende startete die B-Jugend des SV Post Schwerin beim 34. Hallenhandballturnier der Reinickendorfer Füchse, das eines der größten deutschen Hallenhandballjugendturniere ist.

Am Samstag ging es im 1. Spiel gegen TV 05/07 Hüttenberg. Da dessen männliche B-Jugend in der letzten Saison Deutscher Vize-Meister wurde, konnte eine spielstarke Mannschaft erwartet werden. Zu Beginn der auf 25 Minuten angesetzten Partie gingen die Postjungs gleich mit 1:0 in Führung. Bis zum 8:8 gestaltete sich die Partie ausgeglichen, bevor sich die Mecklenburger mit zwei Toren absetzen konnten. Der TV 05/07 Hüttenberg kam zwar immer noch mal auf ein Tor heran, aber drei Tore in Folge ließen die Postler mit einem 17:14 als Sieger vom Feld gehen.

Im zweiten Spiel stand man dem Vfl Potsdam, einem Ligakonkurrenten in der neuen geschaffenen Ostsee-Spree-Liga Saison, gegenüber. Hier gelang es den Potsdamern nur bis zum 3:3 mitzuhalten. Die jungen Postler setzten sich dann jedoch auf 9:4 ab und gaben trotz vieler Fehlwürfe den Sieg nicht mehr aus der Hand (17:14).

Zum Abschluss des ersten Tages wartete dann der für seine Nachwuchsspitzenleistungen bekannte SC Magdeburg auf die Schweriner. In den vergangenen Jahren war dies stets eine klare Angelegenheit für den Bundesliganachwuchs aus Sachsen-Anhalt. An diesem Tag überraschte der SCM die Postler sogleich mit einer Mannschaftsmanndeckung: Dies sorgte zumindest anfangs für Verwirrung auf der Postseite und einen 0:3 Rückstand. Aber dann fanden die Postler zu sich und glichen zum 5:5 aus. Im darauffolgenden Auf und Ab kämpften die Jaunich/Hünerbein Schützlinge in der Abwehr und spielten ihre Angriffe konsequent aus. Sekunden vor dem Schlusspfiff sah alles nach einem verdienten Unentschieden aus, bevor den Magdeburgern noch der glückliche Siegtreffer zum 16:15 gelang.

Dennoch waren nach dem ersten Spieltag alle Beteiligten zufrieden und guter Hoffnung, dass im ersten Sonntagsspiel gegen SC Eintracht Hildesheim der Einzug ins Halbfinale vollbracht werden kann.

Aber Sonntagfrüh erschien die Mannschaft wie ausgewechselt. In der Abwehr zu emotionslos und im Angriff zu unkonzentriert, machte man es den Hildesheimern zu einfach. Die wiederum zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung und absoluten Siegeswillen. Auch wenn auf Seiten der Postler beim Stand von 9:11 noch einmal Hoffnung aufkeimte, siegten die Niedersachsen am Ende verdient mit 14:10.

Nun hatten die Postler vier Stunden Pause, um gegen TSV Hannover-Anderten um Platz 5 und 6 zu spielen. Zu Beginn legten die Jungs auch gut los und gingen mit 2:0 in Führung. Trotz spielreichen Übergewichtes verhinderten insgesamt 14 Fehlwürfe eine mögliche klare Führung des SV Post. Da auch die Abwehr nicht so sattelfest wie gewohnt stand, blieb das Spiel über die Stationen 9:9, 15:15 und 23:23 kurz vor Spielende ausgeglichen. Mit dem Schlusspfiff bekamen die Hannoveraner noch einen Freiwurf zugesprochen, den sie mit dem nötigen Quäntchen Glück als Pfostenabpraller ins Tor schickten.

Nach der 23:24 Niederlage traten die Postler mit Platz 6 unter 10 Nachwuchsspitzenteams die Heimreise an. Positiv ist, dass das Turnier gezeigt hat, dass man mit diesen bundesweit guten Mannschaften mithalten kann und folglich erst recht keine Angst vor der Ostsee-Spree-Liga haben muss. Offen bleibt die Frage, warum die Jungs am zweiten Tag nicht in der Lage waren, ihr Potenzial abzurufen.

Post Telekom Schwerin: Kaleun, Kloth – Niehörster 9, Hünerbein 23, Grämke 3, Albrecht 11, Kirow 6, Tamm 2, Hübner 8, Nowacki, Möller 12, Janke 6, Heumann 1

30.08.2011